DB0XF - Relais Holledau - 145.600 MHz

Die ersten Betriebsjahre


Am 1. Mai 1974 wurde das Relais auf Kanal I9 umgestellt.
1975 wurde der röhrenbestückte W2 - Empfängerstreifen durch einen von Richard (DK1PH) gebauten Transistorempfänger getauscht. Auch der mechanische „Gockel“ wurde durch eine elektronische Steuereinheit ersetzt – zur Freude der Perfektionisten und zum Leidwesen derjenigen, die das gewohnte und vertraute Erkennungszeichen vermissten. Gesendet wurde weiter mit dem W2-TX und selbstgeschliffenen Quarzen.


Peter (DL2RI) verkaufte den nun außer Betrieb gestellten mechanische Rufzeigengeber an Fred (DK8CD) in München. Dieser hielt dieses Gerät hoch in Ehren. Er baute es im Originalzustand in ein Plexiglasgehäuse ein und hatte es in seinem Shack stehen. Anlässlich der 25-Jahrfeier des OV-Freising wurde der Gockel sogar auf einer Ausstellung in Betrieb gezeigt. Viele Jahre später gab er den Kennungsgeber an DK8CW zurück.


Der ausgemusterte Rufzeichengeber

Dem im Jahr 1975 neu gewählten UKW-Referenten des Distriktes Bayern-Süd, Willi Ettinger (DK5MZ, 2008 verstorben) sind wir zu großem Dank verpflichtet. Er brachte die jahrelangen Angriffe aus dem Distrikt Franken und den Verantwortlichen für das Relais am Ochsenkopf zum Schweigen, welche die Existenz von DB0XF ernsthaft gefährdeten. Die Betreiber des Ochsenkopfrelais beanspruchten nämlich den ganzen südbayrischen Raum ‚bis in die Schweiz hinein’ als ihr ‚Versorgungsgebiet’. Willi rechnete die Relaisdichte in Franken und in Südbayern gegeneinander auf und begründete die Notwendigkeit eines Relais im Bereich der Autobahnen München - Nürnberg (A 9) und Holledau – Elsendorf (A 93). Damit war dieses Thema vom Tisch.


Außerdem verschaffte uns Willi einen von Peter Baier (DJ3YB) gebauten Transistorempfänger, der vorher schon im Zugspitzrelais Dienst getan hatte. Dieser brachte in Verbindung mit einer verbesserten Filterausstattung aus unseren Beständen (R&S-Filter) eine deutliche Empfindlichkeitssteigerung.


Im April 1975 standen erneut Umbauarbeiten an. Das kürzlich an die Wand montierte Relais wurde von Hans (DK8CW), Alois (DL2RF) und Peter (DL2RI) wieder abgenommen und bis Mitte Mai liegend betrieben, da die Wand des Hopfenhauses verputzt wurde - der Hausherr war mächtig stolz auf das Relais und die unverputzte Wand schien ihm für den DB0XF nicht schön genug. Etwa zur gleichen Zeit wurde eine Hustler-Rundstrahlantenne gekauft, die im Juli 1975 in Betrieb genommen wurde.

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