DB0XF - Relais Holledau - 145.600 MHz

1989 – Weiche „klopfen“

Am Ostermontag 1989 zeigte das Relais plötzlich nur noch mi¬nimale Ausgangsleistung. Der erste Gedanke: Eine defekte Röhre. Hans fuhr zum Relais, baute den Sender aus und brachte ihn zu Peter (DL2RI), den er vorher schon telefonisch verständigt hatte. Erstaunlicherweise lag die Ausgangsleistung des TX nun aber wieder im gewohnten Bereich. Hatten die Transporterschütterungen den Defekt beseitigt? Verschiedene Versuche wurden durch DL2RI durchgeführt - ohne eindeutiges Ergebnis. Schließlich brachten wir den Sender mit einer neuen QQE 03/12 als Endröhre wieder zum Relais.

Nach dem Einschalten wurde das Relais in der Umgebung wieder nur stark verrauscht gehört. Weitere zeitraubende Versuche wiesen nun auf die Andes-Weiche als Übeltäter hin. Obwohl sich die eigentliche Schwachstelle nicht eindeutig festlegen ließ, stellte sich heraus, dass sie im Bereich Kabel/Stecker/Buchsen lag. Aller Wahrscheinlichkeit nach lag die Ursache unter einer Filterabdeckung auf der Seite der RX- Filter. Da die Störung aber nach einiger Zeit nicht mehr auftrat und wir den sonnigen Frühlingstag nicht ganz auf dem staubigen Getreideboden verbringen wollten, ließen wir dem Relais seine Ruhe. Ein Wartungstag im Verlauf der nächsten Monate wurde aber geplant, da auch eine lose Buchse am RX repariert werden sollte.

Im Frühjahr dieses Jahres wurde der Langwellensender auf 207 kHz wegen des neuen Flughafens München II endlich nach Ostbayern verlegt. Es könnte somit vermutlich jetzt wieder ein RX mit breiterem Eingang verwendet werden.

Nachdem das Relais in den letzten Tagen davor sehr unempfindlich geworden war, fuhr Hans (DK8CW) am Abend des 18. Juli zu Peter (DL2RI) und tausche mit ihm zusammen den Zodiak-RX gegen den Baier-RX aus. In den nächsten Tagen schien das Problem damit behoben, der Hopfengarteneffekt trat nicht mehr auf und durch den 'breiteren' RX war es nun auch nicht mehr nötig, fremde OM's darum zu bit¬ten, leiser zu sprechen, damit sie gut über das Relais kamen.

Bald aber zeigte sich die alte Unempfindlichkeit. DK8CW stellte fest, dass sich die Empfindlichkeit durch Klopfen an der Gewindestange eines Filtertopfes im RX-Zweig ändern ließ. Wahrscheinlich war in den Töpfen Korrosion am Werk. Das Klopfen war recht erfolgreich. Bis Ende des Monats zeigte DB0XF seine gewohnte Empfindlichkeit, nur gelegentlich meldete sich der Hopfengarteneffekt für wenige Minuten. Er war also doch noch da! Am 1. September 1989 allerdings war erneutes 'Klopfen' am Filter nötig, um das Re¬lais an seine Empfindlichkeit zu erinnern. Der Hopfenboden war mit Hopfen gefüllt. Hatte sich durch Erschütterungen (Gehen am Hopfenboden usw.) wieder etwas am Filter geändert?

Im Oktober wollte das Relais nicht mehr abfallen, der Hopfengarteneffekt wurde verdächtigt. Bei einer 'Klopfaktion' stellte Hans (DK8CW) jedoch fest, dass die RX- Heizung eingeschaltet war (vielleicht versehentlich von ihm selbst beim abschalten des Mithör-Lautsprechers). Im November zeigte DB0XF dann durch das bekannte Schnattern, dass es ihm nun zu kalt geworden war. Also wurde die Heizung wieder angeschaltet.

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