DB0XF - Relais Holledau - 145.600 MHz

1988 - Konkurrenz auf der Frequenz

Nachdem das Relais seit Monaten problemfrei und zuverlässig seinen Dienst verrichtet hatte, zeigte es in den letzten Aprilwochen zeitweise kräftige Empfindlichkeitseinbußen. Der Hopfengarteneffekt wurde als Auslöser vermutet. Auch zeigt DB0XF zeitweise einen Hintergrundbrumm. Ob diese beiden Erscheinungen irgendwie zusammenhingen, war unklar.

Am 1. Mai wurde uns klar, woher die Empfindlichkeitseinbußen kamen. Alois (DL2RF) las zufällig in der ELO 5/88, dass der Deutschlandfunk als einer der beiden Ursachen des „Hopfengarten-Effektes“ um 2 kHz nach unten auf 207 kHz QSY gemacht hatte. Damit war das Mischprodukt auf 6 kHz an die RX- Eingabe herangerückt. Hoffentlich bewahrheitet sich die Ankündigung, dass der Deutschlandfunk bis zur Eröffnung des neuen Flughafens München II (1991) sein bisheriges QTH aufgeben und nach Ostbayern verschwinden müsse! Sonst hätten wir doch noch versu¬chen müssen, von der OPD eine Genehmigung für eine SHF- Funkstrecke zu einem abgesetzten RX zu bekommen.

Wenige Tage später erfuhr DK8CW in einem Mobil-QSO von Oskar (OE7OKH) aus Innsbruck, dass in Innsbruck derzeit das Genehmigungsverfahren für ein 2m-Relais auf R0 (unser Kanal!) läuft. Die Bewilli¬gung bei der Fernmeldeverwaltung in Innsbruck wäre beantragt. Er selbst hat dagegen Einspruch eingelegt und ist der Ansicht, dass auch der Distrikt – Bayern-Süd etwas unternehmen sollte. Nach seiner Aussage könne DB0XF von Innsbruck aus bereits mit 8 Watt gearbeitet werden und biete gute Verbindungsmöglichkeiten nach DL. Gegenseitige Beeinträchtigungen wären unvermeidlich.

Nachdem der eingeschaltete UKW-Referent nicht auf das Problem 'ansprang', berichtete Hans (DK8CW) dem Distriktsvorsitzenden von der Sache. Er wollte sich bei einer vorgesehenen Besprechung mit den OE- Amateuren für uns verwenden. Später schlief das Innsbrucker Projekt vorübergehend wieder ein. Später ging das Relais dann aber doch noch in Betrieb. Es traten auch gegenseitige Störungen auf. Aber schon nach relativ kurzer Zeit wechselte Innsbruck dann auf eine andere Frequenz.

Im Dezember 1988 wurde festgestellt, dass irgendjemand versuchte, an das Relais heranzukommen. Er machte sich ohne Erfolg am Schloss des Relaisschranks zu schaffen. Irgendetwas steckt im Schloss, es ließ sich nicht mehr öffnen. Kurt (DF6MG) spendierte ein neues Schloss, das am 30.12.88 von Peter (DL2RI) und Hans (DK8CW) eingebaut wurde.

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