DB0XF - Relais Holledau - 145.600 MHz

Der Hopfengarten-Effekt

Nach Besuch der VHF-UHF Tagung im März 1980 in München fuhren Hans (DK7MI), Alois (DL2RF), Franz (DL6MBX), Martin (DD1YS) und Hans (DK8CW) zum Relais weil es nicht mehr abfiel. Sie peilten eine Relaisstörung auf 145,008 MHz. Als Übeltäter wurde ein Hopfengarten südlich des Relais-Standortes ausgemacht.

Tags darauf wurde versucht, die Störstelle im Hopfengarten zu finden. Aber die Störung trat heute nicht auf. Deshalb saß die ganze Crew bis 19.00 Uhr im Relaislokal „Dickl“.

Dieser „Dachrinneneffekt“ wurde für DB0XF lange Zeit ein Problem. Es entstand folgendermaßen: Der Mittelwellensender des Bayerischen Rundfunks auf 801 kHz mischte sich mit dem Deutschlandfunk auf 209 KHz. Das 1. Mischprodukt auf 592 kHz konnte an jedem beliebigen Hopfengarten mit geeigneten Empfängern abgehört werden. Aber wie abstellen? Ein Hopfengarten verfügt über viele ‚’Antennen’ für alle Frequenzen, besteht er doch aus lauter Drähten verschiedener Länge.

Sobald DB0XF hochgetastet wurde, erfolgte eine weitere Mischung: 145,600 MHz minus 592 kHz ergibt 145,008 MHz und dieses breitbandige Signal - am Relaisstandort teilweise stärker als S 9 - wurde vom Relais-Empfänger aufgenommen. Gottlob schaltet der Deutschlandfunk-Sender auf 209 kHz wenigstens in den Nachtstunden ab. Unsere Hoffnung für die Zukunft war, dass durch den Bau des Flughafens München II der Langwellensender nach Ostbayern verlegt werden sollte.

Kälte-Effekte und „Träger“ im Jahr 1981

Im Januar 1981 erhielt der Relais-Empfänger (Baier RX) ein abschaltbares 5-Watt-Lämpchen als Wärmequelle und ein Styroporgehäuse als Kälteschutz, um dem „Brodeln“ entgegen zu wirken.

Am Vormittag des 10. Januar war ein Träger am Relais. Alois (DL2RF) fuhr von einer Einkaufsfahrt aus (mit Familie) los und fand den (unfreiwilligen) Störer in einem Wohnblock in München, Fasanerie.

Bereits am 21. Februar war erneut ein sprachgesteuerter Störträger am Relais. Peter (DL2RI) und Hans (DK8CW) orteten den Störer im Raum Wolnzach, er schaltete jedoch während der Peilaktion ab und konnte nicht ermittelt werden.

Im Dezember 1981 begann das Relais erneut zu frieren, es „schnatterte“ und fiel nicht mehr ab. Hans (DK8CW) heizte mit Sohn Wolfgang das Relais mit einem Fön auf und installierte einen Heizwiderstand als Wärmequelle.

Im Jahr 1982 verrichtete das Relais weitgehend „wartungsfrei“ seine Dienste. Im Spätherbst war lediglich ein Arbeitseinsatz zu verzeichnen, als die Antennenabspannung von Peter (DL2RI) und Hans (DK8CW) we¬gen eines Hopfendarrenumbaus versetzt werden musste.

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